Wald
Die Betriebsgröße erstreckt sich über ein Gebiet von rund 6.600 Hektar und liegt nördlich von Freistadt im Dreiländereck von Oberösterreich, Niederösterreich und Tschechien im Granit- & Gneishochland.
Standortverhältnisse:
Die Geländeausformung ist im Nordteil durch eine sanftwellige Hochfläche an der Wasserscheide zwischen Donau und Elbe gekennzeichnet. Nach Süden zu wird das Gelände stärker kupiert und erreicht im Revier Leonhard die stärkste Geländegliederung. Die mittlere Seehöhe beträgt im Forstgut Rosenhof rund 910 Meter. Das Grundgestein gehört geologisch den südlichen Ausläufern des Böhmerwaldmassives an. Es handelt sich um Granite verschiedener Zusammensetzung und Entstehung. Der durchschnittliche Niederschlag beträgt ca. 900mm, davon ca. 600mm während der Vegetationsperiode.
Bringungsverhältnisse:
Ein Großteil des Waldgebietes liegt auf einem Hochplateau mit geringen Geländeneigungen und ist maschinell voll befahrbar. Die Basis des betriebseigenen Holzbringungskonzepts bildet das über Generationen hinweg durchdachte Wegenetz. Insbesondere das bereits seit den 1960er Jahren errichtete Rückewegenetz bildet das Rückgrat für die nachhaltige Nutzung der Naturverjüngung.
Waldbauliche Konzept
Bereits in den 1960er Jahren wurde schrittweise begonnen das Potential der Naturverjüngung der Fichte zu nutzen. Der ursprünglichen Idee einer Selbstdifferenzierung der Bäume standen schwere Schäden durch Schneedruck entgegen, weshalb bereits in den 1980er Jahren mit einer Stammzahlreduktion der Naturverjüngung begonnen wurde. Auf Basis von wissenschaftlichen Erkenntnissen sowie betriebseignen Erfahrungen wurde ein Stammzahlhaltungskonzept integriert, dass bis heute auf der gesamten Betriebsfläche angewendet wird. Der Betrieb wird als Altersklassendauerwald mit Naturverjüngungskonzept auf ganzer Fläche bewirtschaftet.
Um den künftigen klimatischen Herausforderungen entgegenzuwirken, wird seit 2020 an einer konsequenten Diversifizierung der Baumarten gearbeitet. Dabei soll dem Gedanken des Naturverjüngungsbetriebs Rechnung getragen werden, weshalb die Einbringung der neuen Baumarten Großteiles in Form eines Voranbaus unter Schirm erfolgt.